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Blutige Unruhen

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Bei blutigen Unruhen in der
zentralasiatischen Republik Kirgistan haben Regierungsgegner den Innenminister getötet. Moldomussa Kongantijew sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, hieß es aus Polizeikreisen. Medienberichten zufolge wurden mindestens 17 Menschen getötet. Mehr als 140 Menschen wurden verletzt.

In der Hauptstadt Bishkek gehen die Demonstrationen weiter. Inzwischen wurde der Notstand ausgerufen. Die Polizei ging mit Tränengas und Blendgranaten gegen die Demonstranten vor.

Nach Ansicht von Beobachtern könnte
es zu einem Umsturz des autoritären Regimes von Präsident Kurmanbek Bakijew kommen. Die Opposition warf ihm ein harsches Vorgehen gegen Kritiker und Einschränkung der Meinungsfreiheit vor.

Das größtenteils muslimische Land ist geprägt von Armut und wirtschaftlichen Problemen. Bakijew regiert die ehemalige Sowjetrepublik seit 2005. Damals war er selbst an der Spitze einer Protestbewegung an die Macht gekommen.