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Chaos in Rio nach Unwetter

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Chaos in Rio nach Unwetter

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Die heftigsten Regenfälle seit mehr als
vier Jahrzehnten haben Rio de Janeiro in ein Chaos gestürzt und mindestens 96 Menschen das Leben gekostet. Die meisten von ihnen starben bei Erdrutschen in Rio selbst oder umliegenden Orten.

In einigen Vierteln der Millionen-Metropole bot sich ein Bild der Verwüstung. Der Verkehr brach völlig zusammen und mehrere Tunnel wurden wegen Überflutung gesperrt. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Vereinzelt gelang
es ihnen, Verschüttete nach stundenlangem Ausharren aus den Trümmern zu bergen.

In einigen Teilen der Stadt am Zuckerhut fiel seit Montagabend binnen zwölf Stunden doppelt so viel Regen wie sonst im gesamten April.

Gouverneur Sergio Cabral sagte, an der jetzigen Lage sei das wilde Bauen schuld, denn in Rio werde ständig ohne Genehmigung gebaut. Er habe bereits vor Jahren auf die Gefahr hingewiesen, die dadurch entstehe.

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva trat Befürchtungen entgegen, die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 oder die Olympischen Spiele 2016 seien durch derartige Unwetter gefährdet. Er betonte, derart starke Regenfälle seien selten. Außerdem herrsche in den Monaten Juni und Juli, in denen die Sportereignisse anstehen, sowieso ruhigeres Wetter.

Meteorologen sagen für die kommenden Tage weitere Niederschläge voraus. Gefährdet sind vor allem Bewohner der auf Hügeln liegenden Armensiedlungen.