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Guantanamo - Vorschau auf die euronews-Reportage

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Guantanamo - Vorschau auf die euronews-Reportage

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Guantanamo ? Das US-Gefangenenlager auf Kuba?
Doch, das gibt es immer noch. Obwohl Präsident Obama die definitive Schließung zum 22. Januar 2010 angekündigt hatte. Das wäre dann 8 Jahre und 11 Tage nach der Einrichtung unter Präsident George W.Bush gewesen. Es gibt wahrlich erfreulichere Gründe, exklusiv an einem Ort drehen zu dürfen – euronews kam zu diesem Privileg letztlich, weil der US-Präsident sein Versprechen nicht einhalten konnte.

183 Gefangene werden hier immer noch festgehalten. Um die 50 davon schätzen die amerikanischen Behörden als zu gefährlich ein, als dass man sie freilassen könnten.

Die Dreherlaubnis war an Bedingungen geknüft – stets hatten Kameramann und Reporterin Aufpasser zur Seite. Im Klartext: Militärzensur.

Die Tür, die Reporterin Anna hier öffnet, führt in einen Verhörraum. Für das Kameraauge sieht der recht aufgeräumt aus.

Die euronew-Reporterin darf den ehemaligen Gefangenen Bisher al-Rawi sprechen. Er sagt:
“Es gibt unschuldige Leute in Guantanamo, unschuldig nach den Standards der US-Behörden. Aber unglücklicherweise ist die Zahl der Länder, die solche Leute aufzunehmen bereit sind, sehr klein.”

Laut US-Gesetz dürfen Gefangenen nur zur Teilnahme an einem Prozeß amerikanischen Boden betreten. Oder sie können nicht verurteilt werden.
Warum nicht? Der Verantwortliche zu Zeiten der Bush-Regierung, Cully Stimson, sagt: “Warum? Das hat mit den Umständen zu tun, unter denen sie in unsere Gefangenschaft gerieten. Wir können Informationen, die wir über sie haben, im Prozeß nicht verwenden.”

Meint er vielleicht Leute, die dazumal von dubiosen Gruppen gefangen und an US-Einheiten verkauft wurden?
Mehr dazu erfahren Sie in der euronews-Reportage “Guantanamo” – am Donnerstag um 20 Uhr