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Sportlicher Norden - fauler Süden?

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Sportlicher Norden - fauler Süden?

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Rund 40 Prozent der Europäer betreiben mindestens einmal pro Woche Sport. Manche sind dabei engagierter als andere. Wo findet man die sportlichsten Europäer und was tut die EU um sie zu unterstützen?

Ein Graben trennt Nord- und Südeuropa. Und der ist tief, jedenfalls laut einer Eurobarometer-Studie über die körperliche Fitness in der EU. An der Spitze rangieren Iren und Schweden – mehr als 20 Prozent der Bevölkerung betreiben hier regelmäßig Sport. Am wenigsten motiviert sind Italiener, Bulgaren und Griechen.

Im Durchschnitt gehen 40 Prozent der EU-Bürger regelmäßig sportlichen Aktivitäten nach, 25 Prozent verweigern Sport fast völlig. “Die sportlichen Aktivitäten nehmen mit dem Alter ab, meinte die zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou bei der Präsentation der Studie. “Aber da die Gesellschaft immer älter wird, will ich gerade Sport für ältere Menschen unterstützen und fördern. Denn Training ist nicht nur etwas für die Jugend.”

Es ist keine Frage des Alters: Physische Aktivität hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Klima, der Umwelt, der Förderung durch Städte und Gemeinden und auch der sozioökonomischen Situation. 64 Prozent der Befragten, die die Schule spätestens mit 15 Jahren verlassen haben, gaben an, niemals Sport zu betreiben. Bei jenen, die ihre Ausbildung erst mit 20 Jahren abschlossen, sind es nur 24 Prozent.

Brüssel will noch in diesem Jahr eine Initiative vorstellen, mit der die bisherige Politik der EU unterstützt und vervollständigt werden soll. Der Vertrag von Lissabon überträgt einige Kompetenzen an die Union, mit denen die Förderung des Sports in den Mitgliedstaaten vorangebracht werden soll.

Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage werden dem europäischen Sportforum am 18. April präsentiert, dem informellen Ministerrat der EU-Sportminister am 20. und 21. April.