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Wahlkampf in Großbritannien

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Wahlkampf in Großbritannien

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Der Startschuss für die Parlamentswahl in Großbritannien ist gefallen: Premierminister Gordon Brown setzte am Dienstag den 6. Mai als Wahltag an.

Dabei bat er die Queen um Auflösung des Parlaments und eröffnete somit offiziell den Wahlkampf.

Der Ausgang der Wahl gilt als ungewiss. Nach langer Talfahrt hat Browns sozialdemokratische Labour-Partei in den Umfragen zuletzt stark aufgeholt.

Um die Entscheidung zu erleichtern, gibt es dieses Mal mehrere TV-Duelle – ein Novum auf der Insel.

Dynamisch gab sich David Cameron, Browns Herausforderer und Chef der Tories. Schon im Morgengrauen zeigte sich der 43-Jährige joggend vor den Augen der Kameras. Hoffnung und Wandel verspricht er 45 Millionen Wählern.

Traditionell sind die Konservativen jedoch immer noch eine Partei der Wohlhabenden. Cameron konnte ihr zwar einen jugendlichen Anstrich geben. Die entscheidende Frage ist jedoch, ob er die Tories wirklich modernisieren kann.

Das Zünglein an der Wage könnten die Liberaldemokraten sein, die sowohl Labour als auch Tories Wähler abgeluchst haben. Wenn keine der beiden großen Parteien die Mehrheit bekommt, wird es zu einer Koalitionsregierung kommen. Was in Deutschland ganz normal ist, gab es in Großbritannien seit dem zweiten Weltkrieg erst einmal.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfes dürfte die Wirtschaftskrise stehen, die die Briten besonders hart getroffen hat. Erst vor kurzem war das Land aus der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gekommen.