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Kirgisische Opposition übernimmt Macht im ganzen Land

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Kirgisische Opposition übernimmt Macht im ganzen Land

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Nach den blutigen Unruhen in Kirgistan sind alle Regierungsgebäude in der Hauptstadt Bischkek in der Hand der Opposition – und die neu-ausgerufene ‘Volksregierung’ gibt an, so gut wie das ganze Land zu kontrollieren. Der bisherige Präsident Kurmanbek Bakijew ist unterdessen in siene Heimatregion im Südwesten des Landes geflohen. Unklar ist, ob er inzwischen zurückgetreten ist: Medienberichte aus der Region Jalalabad bestätigen dies, doch gibt es auch Berichte, nach denen er einen Gegenaufstand plant.

Die frühere Außenministerin und jetzige Anführerin der neuen Übergangsregierung Rosa Otunbajewa erklärt, dass sowohl das Innenministerium, als auch die Sicherheitsbehörden schon mit neuen Leuten besetzt seien und ihre Arbeit aufgenommen haben. Die bisherige Opposition habe sich zunächst auf diese Bereiche konzentriert, denn Sicherheit sei nun die Top-Priorität. An die Adresse der USA sagte die neue Regierung, der für den Afghanistan-Einsatz wichtige Militär-Stützpunkt in Manas könne weiter funktionieren, allerdings gebe es einige Details zu klären.

Aus dem ebenfalls neu besetzten Gesundheitsministerium hieß es, bei den Ausschreitungen gestern habe es mehr als 70 Tote gegeben – bis zu 500 Menschen seien verletzt worden. Allein in der Hauptstadt gab es Dutzende schwere Brände, nachdem die Aufständischen Regierungsgebäude und Fahrzeuge angezündet hatten. Außerdem wurden Geschäfte, Unternehmen und Museen geplündert.