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Ziel: Vom Rand in die Mitte der Gesellschaft

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Ziel: Vom Rand in die Mitte der Gesellschaft

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Mit seinem Film “Liberté” will Tony Gatlif, ein französisch-algerischer Regisseur, auf das Schicksal der Roma aufmerksam machen. “Ermordungen gab es nicht, oder fast nicht; auf jeden Fall gab es Pogrome und Rassismus,” so der engagierte Regisseur am Rande des Festivals Balkan Trafik in Brüssel.

Der Film räumt mit Vorurteilen über Roma auf… Gatlif hat sich mit ihnen auseinandergesetzt: “… das sind unerträgliche Menschen, die muss man einsperren, sie sind ein Problem.”
Nein! Es sind Menschen. Aber die sprechen tatsächlich so über sie. Das Problem ist, dass Roma nie Staatsbürger ihres Landes waren. Sie sind keine französischen Staatsbürger, obwohl sie seit dem Mittelalter schon in Frankreich leben, sie sind auch keine europäischen Staatsbürger, in Ungarn oder Rumänien,” erklärte der Regisseur.

Zehn bis zwölf Millionen Roma leben in der Europäischen Union; die meisten von ihnen verarmt und am Rande der Gesellschaft.

Zum internationalen Tag der Roma mahnte die EU-Kommission verstärkte Anstrengungen an, um ihre größte ethnische Minderheit zu integrieren. Deren Situation habe sich im letzten Jahr noch verschlechtert, so die Analyse auf dem zweiten “Europäischen Roma Gipfel” in Córdoba. Da die Zahl der Schulabbrecher unter ihnen besonders hoch ist, sollen besonders die Maßnahmen im Bildungswesen verbessert werden.