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Eugène Terre'Blanche – unermüdlich für die "weiße Rasse"

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Eugène Terre'Blanche – unermüdlich für die "weiße Rasse"

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Eugène Terre’Blanche ritt immer wieder hoch zu Pferde, durch seine Felder, aber auch durch’s Zentrum südafrikansicher Städte. Für den Führer der südafrikanischen Apartheid-Nostalgiker war dies ein Symbol, mit dem er immer wieder seine Forderung nach der afrikanischen Erde unterstrich.
 
Schon als junger Polizeioffizier glaubte der Nachfahre französischer Hugenotten an die “Überlegenheit der weißen Rasse”, so dass ihm sein Name – Terre’Blanche, “die weiße Erde” – zur Ideologie wurde: ein Stück des afrikanischen Kontinents für das “weiße Herrenvolk”.
 
Seine Bewegung benutzte Nazi-ähnliche Symbole und lehnte sich zu Beginn der 90er-Jahre gegen die Aufweichung des Apartheidregimes auf – mit Knüppeln, Gewehren und Bomben.
 
Als das Regime mit der Freilassung Nelson Mandelas doch stürzte forderte Terre’Blanche: einen unabhängigen rein-weißen Staat – andernfalls würden seine Truppen das ganze Land erobern und die weiße Herrschaft wiederherstellen.
 
Dazu aber kam es nicht: Weil er einen schwarzen Tankstellenarbeiter geschlagen hatte, dass dieser bleibende Behinderungen davontrug, musste Eugène Terre’Blanche einige Jahre ins Gefängnis. Anschließend lebte er zurückgezogen auf seiner Farm – und seine Bewegung verlor an Unterstützung.