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Fitch stuft Griechenlands Bonität herunter

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Fitch stuft Griechenlands Bonität herunter

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Das Leben für die Athener wird möglicherweise noch härter: Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands am Freitag von BBB+ auf BBB- heruntergestuft – seither sind die Märkte wieder in Aufruhr. Dabei war der Risikoaufschlag für Griechenland, der am Donnerstag den höchsten Wert erreicht hatte, gerade erst wieder leicht gesunken. “Der Zinssatz, zu dem wir Geld leihen können, macht uns Sorgen”, gab der griechische Finanzminister George Papaconstantinou zu. “Er spiegelt nicht den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft wider. Aber ich denke, im Lauf der Zeit werden die Informationen auch die Märkte erreichen.”

Diese Märkte sind nun freilich hochnervös. Zwar will die Regierung in Athen eigentlich nach wie vor keine Unterstützung vom IWF oder der EU in Anspruch nehmen – aber Europa bereitet sich schon auf mögliche Finanzhilfen vor. Analysten wollen dennoch nicht völlig schwarz sehen. “Griechenland braucht im Mai 12 Milliarden Euro”, sagt Vassilis Vlastarakis von Beta Securities. “Dafür hat es verschiedene Möglichkeiten. Es könnte etwa Schuldverschreibungen herausgeben und so wenigstens die Hälfte des Betrags in den nächsten Wochen bekommen. Die Regierung sollte aber die Situation nicht ständig kommentieren, sondern sich auf ihr Programm konzentrieren, denn dieses Programm ist wirklich gut.”

Dabei war gerade erst Rückendeckung für Athen nicht nur von der EZB sondern auch aus dem deutschen Finanzministerium gekommen. Man habe keine Zweifel, dass Athen seine Schulden zurückzahlen werde, hieß es dort. Nun aber werden auch in Griechenland selbst Forderungen lauter, Finanzhilfen anzunehmen um eine Staatspleite zu verhindern.