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Französisch-italienische Atom-Partnerschaft

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Französisch-italienische Atom-Partnerschaft

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Silvio Berlusconi wird Italiens neue Atomkraftwerke mit Frankreichs Hilfe bauen lassen. Beim Treffen mit Präsident Nicolas Sarkozy in Paris wurden mehrere Kooperationsabkommen von Energieunternehmen beider Länder unterzeichnet. Schon im vergangenen Jahr war ein entsprechendes Grundsatzabkommen geschlossen worden.

Für den Präsidenten der Atomstromnation Frankreich ein lukratives Terrain: Er wolle die historische Entscheidung der italienischen Regierung unter Herrn Berlusconi würdigen, Atomenergie zu nutzen, erklärte Sarkozy. Frankreich sei entschlossen, in die Arbeit mit Italien zu investieren, leitende Mitarbeiter auszubilden und mit den Italienern auf diesem Gebiet zusammenzuarbeiten.

Bei dem Treffen wurde unter anderem vereinbart, dass der französische Kerntechnikkonzern Areva zusammen mit dem italienischen Unternehmen Ansaldo mindestens vier Reaktoren in Italien baut. Nach der Katastrophe von Tschernobyl hatten die Italiener vor zwei Jahrzehnten per Referendum auf die Nutzung von Atomenergie verzichtet. Reaktoren waren dort damals noch nicht in Betrieb. Berlusconis Regierung will jedoch künftig ein Viertel des Stroms in Atomkraftwerken produzieren.