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Russland setzt Hoffnungen auf Nord Stream

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Russland setzt Hoffnungen auf Nord Stream

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Für Russland ist das Projekt Nord Stream wirtschaftlich höchst bedeutsam: Das Land hofft, seinen Anteil am Gasmarkt der EU von derzeit 25 Prozent auf rund ein Drittel zu steigern. Die Union wiederum festigt mit dem Pipelinebau ihre Energiepartnerschaft mit Russland.

Bis 2012 soll die Pipeline fertiggestellt sein, die Baukosten betragen 7,4 Milliarden Euro. In zwei Rohren können bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr transportiert werden – das entspricht etwa elf Prozent des erwarteten Erdgasverbrauchs in der EU im Jahr 2030. Gebaut und betrieben wird die Pipeline vom russischen Konzern Gazprom, den deutschen Unternehmen EON und Wintershall und Gasunie aus den Niederlanden. Vor kurzem wurde bekannt, dass sich auch der französische Konzern GDF Suez in das Konsortium einkaufen und Anteile der deutschen Konzerne übernehmen will.

Die Pipeline transportiert das Gas aus Westsibirien durch Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland nach Lubmin. Dort wird das Gas in die westeuropäischen Netze eingespeist.