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Südafrika: Apartheid-Fürkämpfer beerdigt

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Südafrika: Apartheid-Fürkämpfer beerdigt

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Der Führer der südafrikanischen Rechtsextremisten, Eugène Terre’Blanche ist in seinem Heimatort Ventersdorp, rund Hundert Kilometer westlich von Johannesburg, beerdigt worden.

In der überfüllten “Afrikaanse Protestantse kerk” hatten nur einige Hundert Menschen Platz gefunden. Deshalb verfolgten gegen Mittag tausende Anhänger den Gottesdienst vor dem Gebäude über Leinwände und Lautsprecher. Innerhalb beklagte Pastor Ferdie Devenier, die ganze Welt sei gegen Terre’Blanche gewesen.

Die Zeremonie verlief friedlich – aber die Trauergäste sangen immer wieder die Hymne des vor 16 Jahren abgelösten, rassistischen Apartheid-Systems und rund um den Friedhof verhinderten strenge Sicherheitsvorkehrungen die befürchteten rassistischen Auseinandersetzungen.

Eugène Terre’Blanche war am Samstag auf seiner Farm nahe Ventersdorp von Farmangestellten mit Machte und Schlagstock getötet zu worden. Es hatte offenbar Streit um die Bezahlung der Arbeiter gegeben. Viele Trauergäste warfen nun der südafrikanischen Regierung Mitschuld vor.

In Südafrika befürchten nun viele eine Zunahme der Spannungen Spannungen zwischen Weißen und Schwarzen – nur wenige Monate vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft im Land.