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"The Infidel" in den britischen Kinos

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"The Infidel" in den britischen Kinos

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Der britische Autor und Komiker David Baddiel hat sich für die Geschichte einer Identittätskrise als Drehbuchautor versucht.

Die Satire “The Infidel” beschäftigt sich mit einem Thema, das in Komödien derzeit vernachlässigt wird – der Religion.

David Baddiel:
“Vor allem geht es in dem Film um einen ganz normalen britischen Muslim, der ein bisschen tolpatischig ist – so ähnlich wie Homer Simpson. Der erfährt, dass er als Jude geboren wurde, und zwar kurz bevor sein Sohn die Stieftochter eines fundamentalistischen islamischen Klerikers heiraten will, der nach Großbritannien kommt. Mehr will ich dazu aber nicht sagen”.

Der Film mit Omid Djalili and Richard Schiff in den Hauptrollen will Religionen satirisch darstellen, ohne jemandes Gefühle zu verletzten. Mit der Independent-Komödie, die in 30 Tagen mit einem Budget von einer guten Million Euro gedreht wurde, will der Autor vor allem neue Wege beschreiten.

David Baddiel:
“Was das Komische angeht, will ich Dinge machen, die es noch nicht gab. Ein Thema, das es noch nicht gab, ist das Kind einer muslimischen Familie, die nicht im Entferntesten Dschihadisten oder Fundamentalisten sind. Sie denken, dass das nichts mit ihnen zu tun hat, und nach meiner Recherche kann ich sagen, dass das für 99 Prozent der Muslime in diesem Land gilt, man das aber nie im Kino sieht. Es geht also vor allem darum, Vorurteile abzubauen.

“The Infidel”, bei dem Josh Appignanesi Regie führt, läuft jetzt in den britischen Kinos. Weitere Starttermine liegen noch nicht vor, der Film ist jedoch schon in viele Länder verkauft worden, darunter in den Nahen Osten.