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Umfragen: Wahl bringt Ungarn Machtwechsel

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Umfragen: Wahl bringt Ungarn Machtwechsel

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Ungarn steht offenbar vor einem Machtwechsel: Die letzte Umfrage vor der Parlamentswahl am Sonntag zeigt, dass die konservative Partei Fidesz mit einer überwältigenden Mehrheit rechnen kann – zu Lasten der regierenden Sozialisten.

Bei all dem gehe es aber darum, sagt der Politikexperte Zoltán Kiszelly, dass mehr Ungarn nach zwanzig Jahren endlich einmal spüren müssten, dass sich Demokratie auch wirtschaftlich gesehen lohne.

Bestätigen sich die Umfragen am Wahlabend, dann würde Viktor Orban, früher schon einmal Regierungschef, nach acht Jahren Opposition wieder in dieses Amt zurückkehren. Läuft es besonders gut für ihn, könnte er sich beim Regieren sogar auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit stützen.

Neben Fidesz und den Sozialisten wird es zum ersten Mal wohl auch Jobbik ins Parlament schaffen:
eine rechtsextreme Partei, die zum Beispiel
Stimmung gegen die Minderheit der Roma macht. Jobbik könnte sogar die Sozialisten übertreffen und zweitstärkste Partei werden. Daneben wird noch möglicherweise die Umweltpartei LMP knapp die Fünfprozenthürde nehmen.

Die Sozialisten werden den Umfragen zufolge deutlich für die schlechte wirtschaftliche Lage abgestraft werden. 2008 musste Ungarn Hilfe vom Währungsfonds in Anspruch nehmen, verbunden mit harten Sparauflagen. Außerdem machten der Partei Korruptionsfälle zu schaffen.