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Einschätzungen von Euronews-Luftfahrtexperte Giovanni Magi

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Einschätzungen von Euronews-Luftfahrtexperte Giovanni Magi

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Ursache des Flugzeugunglücks war offenbar ein Pilotenfehler. Wegen dichten Nebels hätten die russischen Behörden dem Piloten geraten, in Minsk oder Moskau zu landen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Der Pilot habe sich jedoch dagegen entschieden. Beim vierten Landeversuch stürzte die Maschine ab.

Eine Einschätzung von unserem Luftfahrtexperten Giovanni Magi.

“Die Tupolew 154 und der Militärstützpunkt in Smolensk sind nicht für Landungen bei schlechten Sichtverhältnissen ausgerüstet.

Mehrere Male zu versuchen, bei schlechten Sichtverhältnissen zu landen – wie das heute morgen offenbar der Fall war – ist kein normales Vorgehen. Ganz im Gegenteil, so etwas müssen Piloten unter allen Umständen vermeiden.

Die Vorgabe für Piloten ist in so einem Fall, einen anderen Flughafen anzufliegen. Außerdem muss immer genügend Benzin an Bord sein, um eine solche Umleitung zu ermöglichen.

Wenn der Pilot mehrmals möglicherweise sogar unter die verhältnismäßig sichere Mindesflughöhe flog, wollte er vielleicht eine Umleitung vermeiden, um den Zeitplan seiner Passagiere nicht durcheinanderzubringen. Das Vorgehen führt aber fast unvermeidlich zur Katastrophe”.

Inzwischen wurde einer der Flugschreiber der Maschine gefunden.