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Kirgistan kehrt zur Normalität zurück

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Kirgistan kehrt zur Normalität zurück

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Nach dem Sturz von Staatspräsident Bakijew hat sich die Lage in Kirgistan etwas entspannt. Erstmals seit Beginn des Aufstandes ist die Hauptstadt Bischkek wieder unter der Kontrolle von Polizei und Armee. Die Jugendbrigaden, die in den vergangenen Nächten auf den Straßen Streife gingen, lösten sich am Freitag auf. Die provisorische Regierung beschuldigte Anhänger des gestürzten Präsidenten Bakijew, Sprengstoffanschläge in Bischkek zu planen.

Den US-Luftwaffenstützpunkt Manas will die neue Führung auf den Prüfstand stellen. Sie ist verärgert, weil sie bisher nur von Russland anerkannt wird. Über Manas versorgen die USA ihre Truppen in Afghanistan. Wegen der unsichern Lage haben sie ihre Flüge über Manas vorrübergehend eingestellt und versorgen die Truppen in Afghanistan via Kuwait.

Die neue Regierungschefin Rosa Otunbajewa bot dem gestürzten Präsidenten Bakijew freies Geleit an. Gleichzeitig bereitete die Regierung die Aufhebung seiner Immunität und ein Strafverfahren gegen ihn vor. Bakijew soll sich im islamisch-konservativen Süden Kirgistans aufhalten. Seinen Rücktritt lehnte er erneut ab.

Beim Aufstand gegen Bakijew waren mindestens 76 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt worden. Für die Opfer gilt seit Freitag eine zweitägige Staatstrauer.