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Neue Angriffe auf den Papst

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Neue Angriffe auf den Papst

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Im Rahmen des Mißbrauchsskandals in der katholischen Kirche werden in den USA erneut Vorwürfe gegen Papst Benedikt XVI. erhoben. In einem Schreiben an den Bischof von Oakland aus dem Jahre 1985 erklärt der damalige Kardinal Ratzinger, er brauche mehr Zeit und Informationen bevor er einen geständigen pädophilen Priester aus dem Klerikerstand entlasse. Zwei Jahre später wird der Vatikan den Priester aus dem Bistum Oakland, offenbar auf dessen Wunsch hin laizieren. Er hatte sich 1978 für schuldig bekannt, zwei Jungen sexuell belästigt zu haben und war dafür zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Sein damaliger Bischof hatte sich darum bemüht, ihn aus dem Priesterstand zu entlassen: “Es ging alles sehr langsam. Als wir gegen ihn vorgingen, war Ratzinger noch nicht im Amt. Als er übernommen hatte, folgte er nur der Praxis des damaligen Papstes Johannes Paul, die Dinge zu verzögern. Damals ließ man Priester nicht so einfach gehen”, erinnert sich der damalige Bischof von Oakland John Cummins.

Der Brief Ratzingers wurde vom Opferanwalt Irwin Zalkin veröffentlicht: “Sie sorgten sich hauptsächlich darum, die Kirche vor einem Skandal zu schützen. Ein Skandal galt als Sünde”, sagt Zalkin.

Ein Vatikansprecher erklärte, Kardinal Ratzinger habe nichts vertuscht, sondern lediglich um Zeit für eine genaue Prüfung des Fall gebeten.