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Ermittler schließen technischen Absturzgrund aus

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Ermittler schließen technischen Absturzgrund aus

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Nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine läuft jetzt die Auswertung der Flugschreiber. Die beiden Geräte zur Aufzeichnung von Daten und Gesprächen wurden in den Stunden nach dem Unglück an der Absturzstelle gefunden.

Die Flugschreiber sind inzwischen in einem Labor in Moskau; polnische Ermittler sind bei der Auswertung
dabei. Die russische Staatsanwaltschaft teilte mit, nach der bisherigen Auswertung der Funkgespräche könne man technische Probleme an dem Flugzeug ausschließen – auch wenn es sich um eine zwanzig Jahre alte Tupolew sowjetischer Bauart handelte,
letztes Jahr allerdings generalüberholt.

Den Ermittlern zufolge wurde der Pilot der Unglücksmaschine von den Fluglotsen am Boden vor dem schlechten Wetter gewarnt: Er entschloss sich dann aber trotzdem zu der Landung.

Allerdings wollte die polnische Delegation ja auch nach Katyn, zu der dortigen Gedenkfeier für polnische Opfer aus der Stalinära – die Zeit drängte bereits. Ob sich der Pilot nun also wirklich aus freien
Stücken zu der Landung unter widrigen Bedingungen
entschloss, bleibt vorerst offen: Immerhin gehörten zu seinen Fluggästen der Staatspräsident, der Armeechef und der Kommandeur der Luftwaffe.