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Kaczynskis Leichnam in Warschau aufgebahrt

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Kaczynskis Leichnam in Warschau aufgebahrt

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Die sterblichen Überreste des am Samstag bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski sind in Warschau eingetroffen. Vom Militärflughafen der polnischen Hauptstadt wurden sie in den Präsidentenpalast in der historischen Altstadt gebracht, dort wurden sie aufgebahrt. Zu der Kapelle im Präsidentenpalast hatte zunächst nur die Familie Zugang. Ein Datum für die Beisetzung Kaczynskis und der anderen bei dem Unglück umgekommenen Menschen wurde noch nicht genannt. Die übrigen Leichname, darunter auch die sterblichen Überreste von Kaczynskis Frau Maria, wurden zur Identifizierung nach Moskau gebracht.
Zehntausende Menschen säumten die Straßen Warschaus. Als Zeichen ihrer Anteilnahme warfen sie Blumen auf die Straße. In Polen gilt eine einwöchige Staatstrauer. An der der Zeremonie am Flughafen nahmen die Tochter des Staatsoberhauptes, Marta, und sein Zwillingbruder Jaroslaw teil. Auch das kommissarische Staatsoberhaupt Bronislaw Komorowski und Ministerpräsident Donald Tusk waren dort. Das Flugzeug mit dem Leichnam Kaczynskis war am Sonntagnachmittag vom Flughafen in der westrussischen Stadt Smolensk gestartet. In der Nähe des Flughafens war die Maschine Kaczynskis mit mehr als 90 weiteren Menschen an Bord am Samstag abgestürzt. Am Mittag stand Polen für zwei Minuten still. Zum Zeichen der Solidarität mit dem tödlich verunglückten polnischen Präsidenten und weiteren Spitzenpolitikern hielt das Land inne. Als die Alarmsirenen um 12.00 Uhr aufheulten, blieben Menschen überall im Lande auf der Straße stehen.