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Nach Absturz Ursachensuche

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Nach Absturz Ursachensuche

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Nach dem Absturz der Maschine mit dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski an Bord beginnt nun die Suche nach der Ursache des Unglücks. Die Tupolew war gestern morgen in der Nähe von Smolensk bei dichtem Nebel in einen Wald gestürzt. Dabei kamen alle 97 Insassen der Maschine ums Leben. Kaczynski war zusammen mit einer Delegation aus hochrangigen Politikern, Militärs und Finanzexperten auf dem Weg zu einer Gedenkfeier in Katyn, dem Ort eines sowjetischen Massakers an tausenden Polen im Zweiten Weltkrieg. Inzwischen wurde bekannt, dass der Pilot eigenmächtig gehandelt haben soll. Die Sichtweite habe zum Zeitpunkt des Unglücks nur 400 Meter betragen, vorgeschrieben seien 1000, hiess es. Am Unglücksort gedachten auch Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und Polens Regierungschef Donald Tusk der Opfer. Putin kündigte eine rasche Aufklärung des Absturzes an. Er steht an der Spitze einer Untersuchungskommission. Auch der Zwillingsbruder des verunglückten Lech Kaczynski, Jaroslaw, traf am Unglücksort ein. In Medienberichten heisst es, der Präsident habe häufig in die Entscheidungen an Bord der Flugzeuge eingegriffen, mit denen er reiste. Beide Flugschreiber wurden inzwischen gefunden. Sie werden nun nach Moskau gebracht und dort von polnischen und russischen Experten ausgewertet.