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Mindestens 9 Tote bei Zugunglück in Südtirol

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Mindestens 9 Tote bei Zugunglück in Südtirol

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Bei einem schweren Zugunglück in Südtirol in Italien sind mindestens 9 Menschen ums Leben gekommen. 28 Personen wurden verletzt, mindestens 5 von ihnen schwer. Sie wurden auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt.

Gegen 9h00 entgleiste der Regionalzug auf der Strecke zwischen Latsch und Kastelbell in der Nähe von Meran. Er war durch herabstürzende Schlamm- und Gesteinsmassen in einem Tal aus den Gleisen gehoben worden. Zahlreiche Rettungsteams sind im Einsatz. Sicherheitschef Stefano Mamani erklärt:

“Die Erdmassen stürzten auf beide Waggons. Das macht die Rettungsarbeiten sehr schwierig. Doch der Bozener Zivilschutz ist hoch qualifiziert. Zahlreiche Männer sind im Einsatz, sie versuchen, die Situation so gut es geht zu meistern. Der Zug hat nur zwei Waggons. Er bringt Arbeiter aus dem kleinen Dorf Val Venosta nach Meran. Beide Wagen sind betroffen. Die Gesteinsmassen trafen den Zug während der Fahrt. Die Aufräumarbeiten sind schwierig, die Waggons sind voller Steine und Schlamm.”

Vermutungen nach könnte die Beregnungsleitung eines Obstanbaugebietes oberhalb der Schlucht über Nacht geplatzt sein und das ausströmende Wasser das Gelände aufgeweicht haben.

Die Eisenbahnlinie, auf der sich das Unglück ereignete, wurde erst 2005 in Betrieb genommen und gehört zu den modernsten des Landes.