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Sieg für die Rechten in Ungarn

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Sieg für die Rechten in Ungarn

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Ungarn hat bei den Parlamentswahlen einen deutlichen Rechtsruck gemacht. Bei der Wahl am Sonntag fuhr der rechts-konservative Bund Junger Demokraten, FIDESZ, mit fast 53 Prozent der Stimmen einen haushohen Sieg ein.

FIDESZ-Chef Viktor Orban wird nach acht Jahren in der Opposition an die Macht zurückkehren. Ein Debakel erlebten die regierenden Sozialisten, die mit weniger als 20 Prozent abgestraft wurden.

Die rechtsextreme Partei Jobbik zog mit 16,7 Prozent erstmals ins Parlament ein. Auch die links-ökologische Bewegung kam mit 7,4 Prozent erstmals in die Volksvertretung.

Viele Enttäuschte und EU- und Globalisierungsgegner wählten diesmal nicht nur konservativ, sondern die rechtsextreme Partei “Die Besseren” Jobbik.

Die Wahlbeteiligung betrug 64,3 Prozent und war damit fast gleich hoch wie vor vier Jahren.

Nach Berechnungen der Wahlforscher könnte der konservative Bund FIDESZ im Parlament nicht nur die absolute Regierungsmehrheit erhalten, sondern sogar die Zweidrittelmehrheit. Eine zweite Wahlrunde in zwei Wochen ist in jenen Wahlkreisen vorgesehen, in denen es am Sonntag keinen klaren Sieger gab.