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Ungarn hat den Wechsel gewählt


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Ungarn hat den Wechsel gewählt

Oppositionsführer Viktor Orban hat mit seinem rechts-konservativen Bund Junger Demokraten FIDESZ die Parlamentswahlen in Ungarn klar für sich entschieden. Ob der Triumpf für eine Zweidrittelmehrheit im Parlament ausreichen wird, wird sich am 25. April entscheiden, wenn in 121 Wahlkreisen die Stichwahl stattfindet.

Bei den Listenstimmen verwies FIDESZ mit 52 Prozent die Sozialisten (MSZP) mit 19 Prozent klar auf Platz zwei. Die rechtsextreme Jobbik und die links-ökologische Partei “Politik kann anders sein” (LMP) schafften erstmals den Sprung in die Volksvertretung. Die Sozialisten wurden von den Wählern offensichtlich für ihr zum Teil chaotisches Regieren, für sprunghafte Reform- und Sparmaßnahmen und Korruptionsskandale abgestraft.

Diese Unzufriedenheit und die Wirtschaftskrise trieben den Rechtsextremisten 17 Prozent der Wähler in die Arme. Parteichef Gabor Vona sprach von einem “totalen Erfolg”. Trotz Gegenwind habe man die Zahl der Anhänger verdoppeln können.

Die Wahl stellt nicht nur wegen des Rechtsrucks eine Zäsur dar: Das Demokratische Forum und der liberale Bund Freier Demokraten (SZDSZ), die Schlüssel-Akteure der demokratischen Wende vor 20 Jahren, scheiterten mit ihrer gemeinsamen Liste klar an der Fünfprozenthürde.

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