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Wege aus dem Vergessen

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Wege aus dem Vergessen

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Alzheimer und andere Formen von Demenz sind weitverbreitete Alterskrankheiten, einer Statistik zufolge sind weltweit mehr als 35 Millionen Menschen betroffen. Wissenschaftler der britischen Universitäten St. Andrews und Dundee haben ein Programm für Demenzkranke entwickelt, das ihnen dabei helfen soll sich an die Vergangenheit zu erinnern.

Die frühere Schauspielerin Elizabeth Riddington erlebt täglich wie die Krankheit bei ihrem Mann immer weiter fortschreitet: “Es macht mich traurig, denn der Mensch, den ich kannte und liebte ist nur noch zur Hälfte da. Ein Großteil seiner Persönlichkeit verschwindet einfach.”
Das Programm bietet Demenzkranken eine große Auswahl an Medien an: Videospiele, alte Fotografien, Musik, Zeitungsausschnitte und Radioaufnahmen. Die Betroffenen sehen sich die Sachen gemeinsam mit ihren Familienangehörigen an, auf diese Weise entsteht ein Moment des Austauschs und der Kommunikation.

Der Psychologe des Forschungsprojekts Sebastian Crutch betont jedoch, dass die Krankheit damit nicht geheilt werden kann, es ist nur ein Weg besser mit ihr zu leben: “Mit diesen Mitteln ist es möglich die Lebensqualität des Demenzkranken und die der Menschen, die ihn pflegen – Freunde und Familienangehörige – zu verbessern. Es ist aber keine Behandlung von Alzheimer, es bringt keine Erinnerungen zurück, sondern aktiviert nur Sachen die noch da sind.”

Erste Tests mit dem Programm verliefen erfolgreich.