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Athen mit neuen Staatsanleihen erfolgreich

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Athen mit neuen Staatsanleihen erfolgreich

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Frisches Geld für Griechenland: Mit zwei neuen, kurzfristigen Staatsanleihen hat das hochverschuldete Land am Dienstag insgesamt 1,5 Milliarden Euro eingesammelt – mehr als erwartet. Die erste Emission seit Bekanntgabe des EU-Rettungspakets galt damit als Erfolg, wenn auch mit Einschränkungen. Denn der Zinssatz für die Anleihen lag deutlich über jenem der vorherigen Ausgabe, und das ist für manche Händler ein Zeichen, dass die Märkte Griechenland nach wie vor misstrauen. US-Großinvestor Pimco erklärte etwa, die Papiere nicht zu kaufen. Das EU-Rettungspaket sei nicht ausreichend, um die langfristigen Verpflichtungen Griechenlands abzudecken, sagte Pimco-Chef Mohammed El-Erian; es bestehe nach wie vor das Risiko einer Staatspleite.

Auch die Griechen sind von der Strategie ihrer Regierung nicht überzeugt. Vor dem Finanzministerium verschenkten Markthändler Obst an Passanten: eine Aktion im Rahmen eines Streiks gegen die Sparmaßnahmen. In Kürze muss Athen Kredite in Höhe von 12 Milliarden Euro gegenfinanzieren, für das Gesamtjahr beträgt der Finanzbedarf rund 32 Milliarden Euro.