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Militär entzieht Unterstützung

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Militär entzieht Unterstützung

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Für Thailands Regierungschef Abhisit wird die Luft nach den gewalttätigen Protesten mit 21 Toten in Bangkok immer dünner.

Selbst der Chef der thailändischen Streitkräfte, der bislang loyal zu ihm gestanden hatte, ging auf Distanz. Er sprach sich für die von Abhisit abgelehnte Auflösung des Parlaments aus, falls kein Ausweg aus der Krise gefunden werde. Das fordern auch die als Rothemden bekannten Regierungsgegner, die seit vier Wochen gegen den
Ministerpräsidenten demonstrieren.

Stunden später empfahl die Wahlkommission die Auflösung der Partei Abhisit, der Demokraten, wegen illegaler Wahlkampfspenden. Folgt das oberste Gericht dieser Empfehlung, müsste Abhisit zurücktreten. Bis zu einem Urteil könnten allerdings Monate vergehen.

Am Montag zogen die Rothemden durch die Straßen und beschimpften Abhisit als Tyrannen. Die Demonstranten wollen Neuwahlen so rasch wie
möglich. Bei den Unruhen waren am Wochenende 21 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 800 verletzt worden.