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Polen: Verunglückter Präsident aufgebahrt

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Polen: Verunglückter Präsident aufgebahrt

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Nach wie vor trauern die Polen um die Opfer des Flugzeugunglücks vom Wochenende. Studenten ziehen hier durch die Hauptstadt Warschau, vom Parlament zur studentischen Annenkirche.

Ab heute können nun auch alle Polen Abschied von ihrem tödlich verunglückten Präsidenten nehmen. Im Präsidentenpalast ist sein Sarg aufgebahrt. Wann Lech Kaczyński beigesetzt wird, ist noch offen, ebenso wo – ob in Warschau oder Krakau.

Heute beginnen auch Gespräche mit den Parteien über die Wahl eines neuen Staatspräsidenten. Kaczyńskis Partei wird von seinem Zwillingsbruder Jarosław geführt, der vielleicht sogar selber antreten könnte, meint der Politikforscher Radosław Markowski; ein Teil seiner Anhänger würde das gutheißen. Ebenso wäre es aber auch möglich, dass er sich ganz aus der Politik zurückziehe. Und: Es könne auch sein, dass die Partei einen anderen Bewerber aufstelle; dafür sei aber nur wenig Zeit.

Von heute an sollen auch die anderen Opfer des Flugzeugabsturzes aus Russland zurück nach Polen gebracht werden. Für Sonnabend ist im Zentrum Warschaus die offizielle Trauerfeier für die Absturzopfer geplant, im Beisein vieler ausländischer Staats- und Regierungschefs.