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Daimler setzt sich ambitionierte Ziele

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Daimler setzt sich ambitionierte Ziele

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Mit großem Optimismus blickt der deutsche Autohersteller Daimler in die Zukunft. Bei der Hauptversammlung in Stuttgart gab Daimler-Chef Dieter Zetsche ein ehrgeiziges Ziel vor: Man wolle doppelt so schnell wachsen wie der globale Automarkt, sagte er. Die Verkäufe sollen demnach um drei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen, das erwartete Ergebnis vor Zinsen und Steuern bezifferte Zetsche mit mehr als 2,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte der Konzern einen Nettoverlust von 2,6 Milliarden Euro verbucht.

Außerdem zieht Daimler die Konsequenzen aus dem Atomstreit mit dem Iran – als letzter deutscher Großkonzern. “Angesichts der aktuellen politischen Entwicklung richten wir unser Iran-Geschäft neu aus”, erklärte Zetsche. “Konkret heißt das, wir werden uns von unserer 30-prozentigen Beteiligung an der Iranian Diesel Engine Manufacturing, einer Tochtergesellschaft von Iranian Khodro Diesel, trennen.” Ein Komplett-Rückzug aus dem Iran ist allerdings nicht geplant. Bestehende vertragliche Verpflichtungen sollen erfüllt werden.

Wegen der roten Zahlen aus dem Vorjahr will Daimler in diesem Jahr keine Dividende ausschütten. Bei den Aktionären stieß dies auf kaum Protest. Kritischer berurteilten sie die Partnerschaft mit Renault und Nissan: Viele befürchten eine Beschädigung der Marke Mercedes.