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Proteste gegen Öffnung des Postmarktes

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Proteste gegen Öffnung des Postmarktes

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Die Demonstrationen gegen die Liberalisierung des europäischen Briefmarktes gehen in eine weitere Runde. In Brüssel forderten an diesem Mittwoch hunderte Postangestellte, die vollständige Öffnung für die Konkurrenz zu verschieben. Diese ist für das kommende Jahr vorgesehen. Die Demonstranten befürchten Gehaltskürzungen und Qualitätsverschlechterungen.

Diese treffen nach Untersuchungen des belgischen Verbrauchermagazins Test-Achats vor allem den Konsumenten. Man habe in Ländern wie Schweden, wo die Liberalisierung des Marktes bereits stattgefunden habe, innerhalb nur weniger Monate einen Preisanstieg bei Briefmarken beobachten können.

Gleichzeitig sei der Preis für Leistungen für mittelständische und große Unternehmen deutlich gefallen. Es zeigten sich also negative Auswirkungen für den Verbraucher und positive für Unternehmen.

Neben Schweden sind auch die finnischen, britischen, niederländischen und deutschen Postmärkte bereits komplett für die Konkurrenz geöffnet. In anderen EU-Staaten besitzt die Post noch das Monopol für Briefe von weniger als 50 Gramm. Dort werden die Grenzen zum neuen Jahr fallen.
In elf Ländern, darunter in den neuen Mitgliedsstaaten der EU, gilt eine zusätzliche Übergangsfrist von zwei Jahren.