Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um Beisetzung Kaczynskis in Krakau

Sie lesen gerade:

Streit um Beisetzung Kaczynskis in Krakau

Schriftgrösse Aa Aa

Der polnische Regierungschef Donald Tusk erwies den sterblichen Überresten Kaczynskis und seiner Frau Maria die letzte Ehre. Tusk hielt im Präsidentenpalast in Warschau vor den aufgebahrten Särgen der Verstorbenen eine Totenwache. Begleitet wurde er von Vize-Regierungschef Waldemar Pawlak und anderen Kabinettsmitgliedern. Zehntausende Menschen stehen stundenlang an, um Abschied zu nehmen. Offiziellen Angaben zufolge soll in der kommenden Woche der Termin für die vorgezogene Präsidentenwahl bekanntgegeben werden. An der Beisetzung am Sonntag werden unter anderem US-Präsident Barack Obama, der russische Präsident Dmitri Medwedew und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. Dass das polnische Präsidentenpaar in einer Krypta der Wawel-Kathedrale in Krakau seine letzte Ruhestätte finden soll, löste eine heftige Kontroverse aus. “Ein Präsident, der hier seinen Amtssitz hatte und auch hier geboren wurde, sollte in Warschau beigesetzt werden”, so die einen. Andere wiederum begrüssten die Entscheidung für Krakau. Der weltbekannte polnische Filmemacher Andrzej Wajda sprach sich dagegen aus. Die Wawel-Kathedrale ist die nationale Grabstätte Polens. Dort fanden seit dem Mittelalter Könige, Künstler und Politiker ihre letzte Ruhe.