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Abtauchen in die Vergangenheit

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Abtauchen in die Vergangenheit

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Künftig wird das möglich sein mit Russlands letztem U-Boot der S-189-Klasse aus Sowjetzeiten.

Das U-Boot lief 1955 im damaligen Leningrad vom Stapel und war mehr als 35 Jahre im Dienst der sowjetischen Marine. Anfang der 90er Jahre sank es dann altersschwach im Kronstädter Hafen.
Nach einigen Jahren auf dem Grund des Hafenbeckens wurde es 2005 gehoben und renoviert.

“Dies Boot wurde gebaut, um feindliche Truppentransporter zu versenken, Unterwasserschlachten mit anderen U-Booten und geheime Spionageaufträge auszuführen.”, erklärt der Kapitän.

Zusammen mit seiner Mannschaft von pensionierten Exmatrosen hat er das Boot mit viel Liebe zum Detail in mühevoller Kleinarbeit wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt.

Im Innern kann der Besucher nun nachempfinden, was es hieß auf einem U-Boot der sogenannten Wiskeyklasse Dienst zu tun:
“Die Kohlendioxiskonzentration hier drinnen sollte nach Möglichkeit nie höher als 2 Prozent liegen. Frischluft gab es in der Regel nur während der Auftauchphasen in der Nacht, um nicht von NATO U-Boot-Aufklärern entdeckt zu werden.”

Heute freilich sind Entdecker jeden Alters an Bord willkommen. Und wer durch das Periskop schaut, erblickt das friedlich daliegende St. Petersburg.