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Ex-Präsident verlässt Kirgistan

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Ex-Präsident verlässt Kirgistan

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Der gestürzte, kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew ist eine Woche nach dem blutigen Volksaufstand ins Nachbarland Kasachstan ausgeflogen.

Nach Vermittlung durch die USA und Russland verließ er seine Hochburg im Süden des Landes. Dort hatte sich der 60-Jährige mit schwer bewaffneten Leibwächtern gut eine Woche lang nach der Revolution verschanzt.

Am Vormittag trat Bakijew noch in der Stadt Osch mit seinen Bodyguards bei einer Kundgebung auf, um seine Anhänger zu mobilisieren. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern Bakijews. Leibwächter feuerten Schüsse in die Luft, um dem Präsidenten Gehör zu verschaffen, kurz darauf zog Bakijew ab.

Anhänger Bakijews wollten in Osch das Fernsehgebäude einnehmen, wovon die Polizei sie jedoch abhielt.

Die Übergangsregierung unter der pro-westlichen Politikerin Rosa Otunbajewa hatte seit Tagen auf eine Lösung der Situation gedrängt. Ob die Ausreise Bakijews nun die Lage beruhigen wird, bleibt abzuwarten.