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Mehr als 1000 Menschen aus Beben-Trümmern in China gerettet

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Mehr als 1000 Menschen aus Beben-Trümmern in China gerettet

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Nach dem schweren Erdbeben am Mittwochmorgen in Nordwestchina ist die Zahl der Toten mittlerweile auf mehr als 600 gestiegen, etwa 10.000 wurden verletzt, hunderte werden noch vermisst. Angesichts der eisigen Temperaturen wird ein Anstieg der Opferzahlen befürchtet.
Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden, teilweise müssen sie mit bloßen Händen nach den Verschütteten graben. Vergangene Nacht konnten sie, chinesischen Medien zufolge, rund 1000 Menschen bergen.

Der Erdstoß erschütterte das tibetische Hochplateau in der Provinz Quinghai und hatte laut Angaben des chinesischen Erdbebenzentrums eine Stärke von 7,1.

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao hat das Erdbebengebiet besucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen. In der abgelegenen Bergregion sind mehrere Straßen aufgrund von Erdrutschen blockiert, die Rettungsarbeiten laufen deshalb nur schleppend an. Es mangelt an Zelten und medizinischer Hilfe.

In der Präfektur Yushu sind elf Schulen eingestürzt, laut den Behörden kamen 66 Schüler und Lehrer ums Leben, dutzende Kinder werden noch vermisst.

Um die Rettungsarbeiten zu leiten, hat der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao seine Lateinamerika-Reise vorzeitig abgebrochen. Er wird morgen in China erwartet.