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Moskau zu Finanzspritze bereit

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Moskau zu Finanzspritze bereit

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Nach dem blutigen Volksaufstand in Kirgistan hat Moskau dem zentralasiatischen Land eine Finanzhilfe von umgerechnet rund 36 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Der russische Regierungschef Wladimir Putin kritisierte nach einem Treffen mit einer kirgisischen Delegation, dass die alte Führung in Bischkek bei ihrer Flucht “alles gestohlen, weggeschleppt oder zerstört” habe:
“Die provisorische Regierung sagt, die Kassen seien leer,- geplündert durch die alte Führung. Wir pflegen seit Langem eine besondere Beziehung zum kirgisischen Volk,- natürlich unterstützen wir unsere Freunde da in dieser schwierigen Situation.”

Unterstützung für die provisorische Regierung gab es auch durch den US-Sondergesandten Robert Blake in Bischkek. Er traf dort mit der Chefin der kirgisischen Übergangsregierung, Rosa Otunbajewa, zusammen. Diese sagte:
“Wir sind noch dabei Bakijew zu isolieren. Wir hoffen, dass er einsieht, das es für ihn keine Zukunft in diesem Land gibt. Er sollte zurücktreten. Dann kann er sicher das Land verlassen.”

Bakijew hat sich in den Süden Kirgistans nach Jalalabad zurückgezogen, wo ein Großteil der Bevölkerung nach wie vor hinter ihm zu stehen scheint. Mehrfach kam es dort zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern des alten Präsidenten.