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Unsichere Spielsachen auf dem Prüfstand

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Unsichere Spielsachen auf dem Prüfstand

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Dreiräder, Puppen, aber auch Wasserkocher oder Feuerzeuge zählen zu den unsicheren Produkten, die europäische Kontrolleure im vergangenen Jahr an das EU-Schnellwarnsystem RAPEX gemeldet haben.

“Diese Puppe ist uns aus Ungarn geschickt worden,” erklärte der Kommissionssprecher Adam Romanowski. “Sie hat einen Knopf, den ein Kind leicht abreißen, sich in den Mund stecken und daran ersticken kann. Hier ist ein Teddy Bär, der nur ein Auge hat, weil das andere Auge beim Test der niederländischen Behörden abgegangen ist.”

1993 Produkte wurden im letzten Jahr beanstandet, sieben Prozent mehr als 2008. Für Verbraucherkommissar John Dalli ein Zeichen, dass die Überwachungssysteme funktionieren. Man müsse weitere Informationen sammeln, damit das Sicherheitsnetz wasserdichter werde, erklärte Dalli. Die Kommission müsse die Zusammenarbeit mit Drittländern wie beispielsweise China verbessern. So könne sie sicher sein, dass bestimmte Initiativen und Maßnahmen eingeleitet würden, um die Gefahr bereits an der Quelle abzuwenden. Der Verbraucherkommissar nahm die Mitgliedsstaaten in die Pflicht: Zur Abschreckung müssten sie gegen Importeure von Gefahrengütern Strafen verhängen.

Sylvia Maurer von der Europäischen Verbraucherorganisation setzt auf besseren Informationsaustausch. “Wir brauchen außerdem mehr Kontrollen. Wir sind etwas beunruhigt, dass wegen der Finanzkrise weniger Kontrollen durchgeführt werden könnten, weil hierfür in den Mitgliedsstaaten weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.”

Am häufigsten werden Kinderspielsachen und Kleidung beanstandet. Die meisten unsicheren Produkte meldete Spanien. Ein Großteil der Gefahrgüter stammte aus China. Allerdings gehen die Behörden von einer weit höheren Dunkelziffer aus.