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Am Wochenende besucht der Papst Malta

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Am Wochenende besucht der Papst Malta

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Am Wochenende wird der Papst Malta besuchen.
Er folgt damit den Spuren von Apostel Paulus.
Als Gefangener der Römer sollte Paulus vor 1950 Jahren nach Rom gebracht werden, wo ihm ein Prozeß wegen Aufwiegelei gegen das römische Reich drohte. Aber das Schiff, das ihn nach Rom bringen sollte, strandete an der Küste Maltas.
So brachte Paulus den Maltesern den christlichen Glauben.
Den heutigen Kirchenführer erwartet allerdings auch auf Malta das gleiche Problem, mit dem die katholische Kirche offensichtlich überall auf der Welt konfrontiert wird:
Auch hier gab es ein katholisches Internat, auch hier beklagen heute ehemalige Zögliche sexuelle Übergriffe durch Geistliche.
Lawrence Grech möchte den Papst treffen und mit ihm über das sprechen, was ihm im katholischen Waisenhaus St.Joseph wiederfuhr:
“ He used to masturbate me.
And after seven o´clock, you know, we go downstairs for the mass.”
Nach dem Mißbrauch habe der gleiche Geistliche die Messe zelebriert. Lawrence Grech möchte den Papst treffenn. Er sagt, der Papst kenne die Wahrheit.
Und er, der kleine Junge von damals, wünsche sich eine Entschuldigung vom Papst bei den Opfern in Malta, wie der sie schon in Australien und Amerika ausgesprochen habe.

An diesem 16. April feiert Papst Benedikt XVI. seine 83. Geburtstag. Auf dem Petersplatz in Rom trifft man zwischen Pilgern und Touristen an diesem Tag auch die Nonne Schwester Anna, die ganz fest zu ihrem Kirchenführer hält. Gerade weil er in der Frage des sexuellen Mißbrauchs soviel kritisiert werde, bekunde sie dem Papst ihre besondere Zuneigung und ihren ganz tiefen Dank für alles, was er sage. Über seine Transparenz sei sie sehr glücklich, ebenso über seinen Mut, seinen Glauben und seine Demut.

In Berlin hatten sich am Donnerstag rund 250 Demonstranten im Regierungsviertel versammelt, um gegen die Art der “Aufarbeitung” zu protestieren, wie sie der sogenannte “Runde Tisch Heimerziehung” praktiziere. Ihr Vorwurf: Die Mißhandlungen von Kindern in Heimen verschiedener Träger – nicht nur der katholischen Kirche – würden bagtellisiert. Dieser “Runde Tisch” tagt nicht öffentlich, was die Betroffenen besonders erbost.