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Clegg gewinnt Fernsehdebatte

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Clegg gewinnt Fernsehdebatte

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Die Spitzenkandidaten für das Amt des britischen Premiers haben sich erstmals in der Geschichte des Landes einem Fernseh-Duell gestellt. Der derzeitige Labour-Premier Gordon Brown trat dabei gegen seinen Konkurrenten David Cameron von den konservativen Tories sowie Nick Clegg von den Liberaldemokraten an. Der Liberale Clegg forderte eine engere Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg: “Die Politiker müssen ihre politischen Differenzen beiseite legen und eine Lösung finden, mit denen alle einverstanden sind. Wir haben alle unterschiedliche Ideen und Vorschläge, es muss Beiträge seitens des Einzelnen und des Staates geben. David Cameron hat Ideen, die Einigen helfen, aber nicht den Menschen zu Hause. Gordon Brown hat Ideen, die denen helfen, die es am meisten benötigen – aber nicht anderen. Warum können wir nicht einmal zusammenarbeiten, das ist größer als jede Parteigrenze.” Oppositionsführer Cameron sprach über Steuern: “Wenn sie Arbeit besteuern wollen, dann ist das ein Job-Killer. Das ist ein Erholungs- und Wirtschafts-Killer. Ich denke, wir müssen diese dunkle Wolke des Defizits über unserer Wirtschaft vertreiben, und es macht Sinn, jetzt damit zu beginnen. Machen wir in diesem Jahr einen Beginn, um die Steuer im nächsten Jahr zu verhindern. Dann können wir weitergehen, um das Defizit und die Schulden abzubauen.” Premierminister Brown versuchte ebenfalls mit der Wirtschaft zu punkten: “Das Risiko für die Wirtschaft besteht in diesem Jahr und für alle Länder, für die USA und für Europa. Für Großbritannien gilt, dass wir in diesem Jahr in die Wirtschaft investieren müssen, um das Wachstum zu erreichen, das wir benötigen. Nehmen wir das Geld aus dem Markt, haben wir weniger Wachstum und weniger Jobs und weniger Business. Das ist eine Befürchtung, wir müssen vor allem Verantwortung für die gesamte Wirtschaft übernehmen.” Ersten Umfragen nach der Sendung zufolge hat Clegg das Fernsehduell mit 51 Prozent der Zuschauergunst vor Cameron mit 29 Prozent gewonnen. Für Brown sprachen sich 19 Prozent der Zuschauer aus. Die zweite Debatte läuft am 22. April, die dritte am 29. Gewählt wird am 6. Mai.