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"Spring Fever"

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"Spring Fever"

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Düster und sexuell eindeutig, so präsentiert sich der neueste Film des chinesischen Regisseurs Lou Ye. “Spring Fever” dreht sich um die romantischen Verwicklungen der Hauptdarsteller während eines extrem trockenen Frühlings in Zentralchina.

Die Umsetzung des Projekts geschah ohne Wissen und damit ohne Zensur durch die Behörden der Volksrepublik. Ein Risiko für die gesamte Crew, wie Lou Ye berichtet:

“Während des Drehs hatte ich Angst an meiner Arbeit gehindert zu werden. Ich befürchtete ständig den Drehstopp durch das chinesische Filmbüro. Doch glücklicherweise kam uns niemand auf die Spur.”

Premiere feierte “Spring Fever” bereits im letzten Jahr auf dem Filmfestival von Cannes – auch damals ohne den Segen aus Peking.

Das Versteckspiel mit den Behörden sieht man dem Film an – aus Sicherheitsgründen filmte Lou Ye mit einer kleinen Handkamera, ein Filmset hätte zu viel Aufmerksamkeit erregt.

Die Story des Films:
Eine junge Chinesin setzt einen Privatdetektiv auf ihren Mann an. Ergebnis der Ermittlungen: ihr Lebensgefährte hat ein Verhältnis mit einem anderen Mann. Der Ermittler selbst verspinnt sich in eine Dreiecksbeziehung mit dem Geliebten des Mannes und seiner eigenen Freundin.

Ein komplexer Plot von 116 Minuten, der die Jury in Cannes jedoch überzeugen konnte. “Spring Fever” gewann in der Kategorie “bestes Drehbuch”.

Ab sofort ist der Film in französischen Kinos zu sehen.