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UN wirft Pakistan Versagen vor

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UN wirft Pakistan Versagen vor

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Im Zusammenhang mit dem Attentat auf die frühere pakistanische Ministerpräsidentin Benazir Bhutto hat eine UN-Kommission schwere Vorwürfe gegen Geheimdienst und Polizei erhoben. Bhutto war im Dezember 2007 in Rawalpindi ermordet worden. UN-Ermittler Heraldo Muñoz stellte fest, dass die Vorkehrungen zum Schutz Bhuttos “verhängnisvoll unzureichend und ineffektiv” waren.

“Die pakistanischen Behörden müssen im Falle der Ermordung von Frau Bhutto ein ernsthaftes, glaubwürdiges Ermittlungsverfahren durchführen und nach den Hintermännern, Planern und Finanziers dieses hinterhältigen Verbrechens suchen und diese zur Rechenschaft ziehen”, erklärte der chilenische UN-Botschafter, der die UN-Ermittlungskomission leitete.

Fehler bei den Ermittlungen der pakistanischen Behörden sind nach Ansicht der Vereinten Nationen nicht auf Inkompetenz zurückzuüfhren, sondern auf Vertuschungsversuche von “höherer Seite”.

Nach der Ermordung Bhuttos war es in Pakistan zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Die Regierung machte einen Führer der pakistanischen Taliban für das Attentat verantwortlich, Bhuttos Witwer beschuldigte die Staats- und Militärführung. Für den Mord wurde bis heute niemand zur Rechenschaft gezogen.