Eilmeldung

Eilmeldung

Wen: "Wir geben nicht auf Übrlebende zu suchen"

Sie lesen gerade:

Wen: "Wir geben nicht auf Übrlebende zu suchen"

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben geht in der chinesischen Provinz QingHai die Suche nach Überlebenden weiter. Unter den Trümmern werden noch mehr als 200 Menschen vermißt. Bei Temperaturen, die nachts weit unter den Gefrierpunkt fallen, tendiert die Überlebenschance für Verschüttete gegen Null. Mehrere tausend Obdachlose verbrachten eine zweite Nacht bei den eisigen Temperaturen im Freien.

Aus allen Teilen Chinas treffen Hilfsgüter in dem weit abgelegenen Erdbebengebiet an der Grenze zur Autonomen Region Tibet ein. Ministerpräsident Wen Jiabao sprach der Bevölkerung Mut zu und versicherte, alles zu unternehmen, um Menschenleben zu retten. Solange auch nur ein bisschen Hoffnung bestehe, werde man niemals aufgeben. Wen hatte wegen des Erdbebens eine Südostasienreise verschoben. Staats- und Parteichef Hu Jintao brach seine Lateinamerikareise ab und kehrte nach China zurück.

Knapp tausend tibetische Mönche sind aus den Klöstern der Region in das Katastrophengebiet gekommen, um sich an den Berugungsarbeiten zu beteiligen. Den eingeflogenen Rettungskräften macht die Höhenkrankheit zu schaffen. Das Erdbebengebiet liegt auf 4000 Meter Höhe. Dort ist Sauerstoff knapp.