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Aschegefahr übertieben?

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Aschegefahr übertieben?

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Am Samstag fanden im europäischen Luftraum etwas mehr als ein Viertel der angesetzten Flüge statt. Völlig gesperrt war eine Zone, in der nach Befürchtungen der Flugsicherheitsbehörden die Gefahr besteht, dass durch Aschepartikel ein Triebwerksausfall herbeigeführt werden kann.

“Die Gefahrenzone dehnt sich über ganz Nord- und Mitteleuropa aus. Starten und Landen ist südlich der Linie Portugal, Spanien, Süditalien und Bulgarien möglich”, erklärte Ken Thomas von Eurocontrol.

Aus den vergangenen 20 Jahren sind 80 Vorfälle belegt, bei denen Flugzeuge durch Vulkanasche beeinträchtigt wurden. Der Direktor des Luft- und Raumfahrtmuseeums in Le Bourget, Gérard Feldzer, erklät, was passieren kann, wenn ein Flugzeug durch eine Aschewolke fliegt. “Die Triebwerke und Sensorenrohre verstopfen und verursachen Störungen im Bordcomputer. Piloten haben über Indonesien und Alaska, den Ausfall der Triebwerke erlebt”, erinnert sich Feldzer.

Ob das auch bei dieser Aschewolke passiert ist allerdings fraglich. Es fehlen Erfahrungswerte. Ein Vorstand der Austrian Airlines forderte Testflüge, um festzustellen, “wie dicht die Wolke ist”. Man dürfe sich nicht allein auf theoretische Rechenmodelle verlassen.