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Luftchaos spitzt sich zu

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Luftchaos spitzt sich zu

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Die Lage im europäischen Luftverkehr spitzt sich zu. Die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol erwartet, dass nur etwa 6.000 von an einem normalen Samstag üblichen 22.000 Flügen durchgeführt werden können. In weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas sind für Verkehrsflugzeuge keine Starts oder Landungen möglich.

In Großbritannien und Deutschland bleibt der Luftraum bis Sonntagmorgen 2 Uhr MESZ gesperrt, in Österreich und der Schweiz bis 20 Uhr MESZ am Samstagabend. Die Schweiz gibt aber ihren Luftraum ab 11.000 Metern für Überflüge frei. Die
Flugverbotszone ist inzwischen bis zur spanischen Grenze und zur Adria ausgedehnt worden.

Der Hamburger Flughafen kündigte eine Sperrung bis Sonntagmittag an. Der Reiseveranstalter TUI sagte alle Reisen ab, die bis Sonntag um 10.00 Uhr starten sollten.

Zu den tausenden von Flugreisenden, die festsitzen, zählt auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr Rückflug aus den USA wurde nach Lissabon umgeleitet, von da will sie zunächst nach Rom weiterfliegen.

Die Beeinträchtigungen des Flugverkehrs werden wohl noch länger andauern. Der isländische Gletschervulkan stößt weiter Rauch und Asche aus. Der Wind wird sie vermutlich noch tagelang in südliche Richtung treiben. Auch mit Regen, der Ascheteilchen auswaschen würde, rechnen die Meteorologen nicht.