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Papst besucht Malta

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Unbeeinträchtigt vom Chaos im europäischen Luftverkehr ist Papst Benedikt der 16. zu einem zweitägigen Besuch nach Malta gekommen. Seine erste Auslandsreise in diesem Jahr steht allerdings unter dem Schatten der Missbrauchsskandale.

Zunächst blieb offen, ob der Papst auf der Insel Opfer pädophiler Priester treffen würde. Die Betroffenen hatten darum gebeten. Mehr als vierzig Fälle sind in Malta in den vergangenen Jahren bekannt geworden.

Benedikt der 16. hat sich offen für die Bitte um ein Treffen gezeigt, wollte dies aber nicht unter dem Druck der Medienöffentlichkeit tun. Anlass seines Besuchs ist der 1950. Jahrestag des Schiffbruchs von Apostel Paulus auf der Insel.

Zum Thema Missbrauch erklärte der Papst auf dem Weg nach Malta, dass die Kirche durch “ihre Sünden verletzt” sei. Der maltesische Präsident hatte seine Landsleute dazu aufgerufen, das Kirchenoberhaupt mit offenen Armen zu empfangen. 95 Prozent der Inselrepublik sind katholisch.