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Vulkan legt halb Europa lahm


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Vulkan legt halb Europa lahm

Fast der gesamte Luftraum Nord- und Mitteleuropas blieb wegen der Aschewolke, die aus Island herübergeweht wird, schon den zweiten Tag gesperrt. Die europäische Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol ging am Mittag von einer noch mindestens 24-stündigen Sperrung aus.

Tausende Passagiere saßen auch an diesem Samstag auf den Flughäfe fest oder versucht, auf Hotels oder andere Verkehrsmittel auszuweichen.

Noch in Betrieb waren die Flughäfen in Südeuropa. Lufthansa schickte trotz der Sperrung des deutschen Luftraums mehrere Maschinen ohne Passagiere zum Test von München nach Frankfurt. Sie flogen in geringerer Höhe und auf Sicht.

Der Meteorologe Haraldur Ericsson in Island machte beim Telefoninterview mit Euronews wenig Hoffnung auf baldige Besserung der Lage: Bislang gebe es kaum Veränderungen. Auf Island wehe Nordwestwind, der die Asche auch in den nächsten Tagen über Westeuropa treibe. Da er recht stark sei, werde die Asche ziemlich schnell weitergeweht.

In Island rechnen die Experten damit, dass der Eyjafjalla-Gletschervulkan auch in den nächsten Tagen oder sogar Monaten nicht zur Ruhe kommt. Doch seien die Eruptionen stetiger geworden. Durch den Ausbruch und die anschließende Gletscherschmelze werden auch weitere Überschwemmungen erwartet. Das Rote Kreuz empfiehlt den Bewohnern der betroffenen Region, Masken zu tragen, und hat für sie Krisenzentren eingerichtet.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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