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Vulkanasche verursacht Verkehrschaos

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Vulkanasche verursacht Verkehrschaos

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Weil der Vulkan es will, stehen Flugzeuge still.
Londons internationales Drehkreuz Heathrow ist verwaist. Der Flughafen gesperrt. Nichts geht mehr.
Das gilt für Flughäfen in fast ganz Europa. Mindestens bis 14.00 Uhr.
Die Aschewolke breitet sich aus. Die schwarze Asche gefährdet Düsentriebwerke und außen angebrachte Messinstrumente der Maschinen.

In Manchester bleibt den Fluggästen nur noch zu warten. Ein Passagier sagt sichtlich ermattet: “Ich bin schon seit Tagen hier. Stunde über Stunde. Mehr kann ich nicht tun. Ich bin schwer frustriert und genervt.”

Wie ihm geht es den meisten Fluggästen in Europa.
Sie wissen nicht wann und viel schlimmer, ob sie abheben können. Eine Frau erzählt: “Die Eltern der Braut, die Trauzeugen, sie alle sind hier. Die Hochzeit ist am Dienstag. Die Braut wär`am Boden zerstört, wenn wir nicht kämen und wir wären es auch.”

Umsteigen auf andere Verkehrsmittel klappt kaum noch. Der Eurostar, der zwischen Brüssel und London verkehrt ist voll. 30.000 zusätzlich Passagiere wollen mit. Mancher muss drei Tage warten, bis eine Platzreservierung möglich ist, um durch den Eurotunnel auf die Insel zu gelangen.

Selbst der Notsitz im Gang ruft da Entzücken hervor. Ein Fahrgast sagt am Brüsseler Südbahnhof: “Ja, es war schwierig eine Fahrkarte zu bekommen. Doch jetzt habe ich einen Klappsitz. Das werden lange zwei Stunden.”

Immerhin, der Fährbetrieb zwischen Irland und Schottland funktioniert erstaunlicherweise zur Freude von Fahrgästen und Reedereien. Noch.