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Abschied von Lech Kaczynski

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Abschied von Lech Kaczynski

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Mit einem Staatsbegräbnis sind in Krakau die Trauerfeierlichkeiten für den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski zu Ende gegangen. In der Marienkirche fand eine Trauermesse für den am Samstag vor einer Woche bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommenen Staatschef und seine Frau Maria statt. Wegen der Sperrung weiter Teile des europäischen Luftraums sagten zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs ihre Teilnahme ab. Zugegen waren unter anderem der russische Staatschef Dmitri Medwedew und der deutsche Bundespräsident Horst Köhler. Der Absturz im westrussischen Smolensk und die Trauer um die Toten hat das seit Jahrzehnten schwierige Verhältnis zwischen Polen und Russland verbessert. “Unser Traum, die ganze Wahrheit über das Verbrechern in Katyn zu erfahren, erfüllt sich vielleicht”, sagte der Präsident des Abgeordnetenhauses und amtierende polnische Staatschef Bronislaw Komorowski. “Dank der Gesten und Worte der russischen Nation und jener des hier in Krakau anwesenden russischen Präsidenten dürfen wir diese Hoffnung hegen.” In Katyn waren 1940 mehr als 20.000 polnische Offiziere und andere Mitglieder der Elite vom sowjetischen Geheimdienst ermordet worden. Moskau hat sich dafür nie entschuldigt. Der verunglückte polnische Präsident befand sich auf dem Weg zu Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Verbrechens. Kaczynski und seine Frau Maria wurden auf dem Burgberg Wawel, der ehemaligen Königsresidenz, zur letzten Ruhe gebettet.