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Papstbesuch in Malta

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Papstbesuch in Malta

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Der Papst ist zu einem zweitägigen Besuch in der Inselrepublik Malta eingetroffen.

Überschattet vom Missbrauchsskandal, der seit Monaten die katholische Kirche erschüttert, hat die erste Auslandsreise Benedikts in diesem
Jahr einen kirchlichen Anlass. So will der Papst den 1950. Jahrestag der Strandung des Apostels Paulus auf der Insel begehen.

Der Papst sagte: “Ich weiß, dass Malta Christus liebt und seine Kirche, die sein Leib ist. Selbst wenn
dieser Leib durch unsere Sünden leidet, liebt Gott
diese Kirche und seine Botschaft ist uns läuternde und heilende Kraft.”

Mit keinem Wort erwähnt der Papst den Missbrauchsskandal, der auch in Malta hohe Wellen schlägt. Maltesische Missbrauchsopfer klagen:
“Selbst wenn ich meine Frau küsse, sehe ich ihn vor mir. Ich gebe nicht dem Papst die Schuld, nicht dem
Erzbischof von Malta, aber dem Priester, der versuchte mich zu missbrauchen. Das sind Verbrecher!”

Ein Anderer zeigt ein Foto, das ihn als 13-Jährigen zeigt, in Frauenkleidern. Die zu tragen, habe ihn ein
Geistlicher genötigt: “Der Priester kam damals regelmäßig in mein Zimmer, um mich zu missbrauchen.”

Der Vatikan kündigte unterdessen seine Bereitschaft
zu weiteren Gesprächen mit Missbrauchsopfern an.