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Virtuelle Vulkanwolke? Kritik an fehlenden Meßdaten

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Virtuelle Vulkanwolke? Kritik an fehlenden Meßdaten

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Seit am Samstag Lufthansa und KLM mehrere Flüge mit leeren Machinen unternommen haben, mehrt sich die Kritik an der völligen Sperrung des Luftraumes. An keiner der Maschinen waren irgendwelche Schäden festgetsellt worden. Pilotenvereinigung Cockpit und viele Fluglinien kritisieren, dass die Sperrung ohne Messungen der Aschekonzentration erfolgt seien.

“Wir wollen einige Strecken wiedereröffen, damit Europa nicht gelähmt wird. Was jetzt passiert, basiert nicht auf irgendwelchen Kriterien. Wir haben die Metrologen vergeblich gebeten uns ihre Kriterien mitzuteilen. Warum macht ihr das und was habt ihr gemessen?” beschwert sich KLM-Chef Peter Hartman.

Für Meterologen ist es äußerst schwer, die Konzentration derr Ascheteile in der Luft festzustellen. Bislang beruhen alle Annahmen für die isländische Gletschervulkanwolke auf Computerberechnungen.

“Wir können die Dichte der Wolke nicht bestimmen. Das ist eine sehr schwierige Sache. Wir sind zwar in der Lage Explosionen von Kernkraftwerken zu bearbeiten, aber eine Explosion von einem Vulkan ist für uns etwas ganz seltenes, und deswegen können wir das nicht. Es wird morgen voraussichtlich von der DFL mal ein Flugzeug fliegen, das die Dichte bestimmen wird. Sie sehen selbst, dass das erst morgen stattfindet, was das für ein Aufwand ist, das zu organisieren” erläutert Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst.

Nach Angaben der “Bild am Sonntag” scheiterte ein Messflug bislang daran, dass ein Forschungsflugzeug des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) nicht einsatzbereit war.
Von Lasermessgeräten des Deutschen Wetterdienstes seien fünf von sechs gerade in der
Wartung gewesen.