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EU-Verkehrsminister wollen Luftraum Zug um Zug öffnen

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EU-Verkehrsminister wollen Luftraum Zug um Zug öffnen

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Für manche Geschädigte der Vulkanasche-Wolke aus Island gibt es wieder Hoffnung: Fluglinien und Reiseveranstalter bemühen sich, gestrandete Fluggäste zurückzuholen – ihre Zahl wird insgesamt auf mehrere Millionen geschätzt.

In Deutschland ist der Luftraum zwar weiterhin gesperrt, vorerst bis in die Nacht. Trotzdem starten oder landen inzwischen Maschinen auf mehreren Flughäfen, wie Frankfurt oder Berlin-Tegel. Geflogen wird bei gutem Wetter auf Sicht, unterhalb von dreitausend Metern.

Die Pilotenvereinigung Cockpit hält Sichtflüge allerdings für “unverantwortlich”. Die Verantwortung für die Sicherheit werde letztlich auf die Piloten abgewälzt.

Morgen früh sollen fünfzig Lufthansa-Maschinen mit bis zu fünfzehntausend Reisenden in Frankfurt, München und Düsseldorf ankommen. Ihre Maschinen starten am Abend zum Beispiel in den USA oder in Asien.

In der Schweiz gilt weiterhin eine Sperrung des Luftraums bis morgen früh. Dagegen sind in Österreich alle Flughäfen freigegeben; den ganzen Tag schon können Flugzeuge wieder starten und landen. Auch davon haben deutsche Urlauber schon profitiert, die zum Beispiel nach Salzburg gebracht wurden.

Die Verkehrsminister der EU haben sich geeinigt, den europäischen Luftraum wieder zu öffnen – Zug um Zug, so die Auskunft der spanischen Präsidentschaft der EU.

Nach einer Video-Konferenz berichtete ein EU-Diplomat von der Absicht, eine kleinere Flugverbotszone in der Umgebung des Vulkans zu schaffen.

In einer zweiten Zone würden Sicherheits-
Beschränkungen gelten und zusätzliche Flugzeugkontrollen.

Entscheidungen seien im Lauf des Abends zu erwarten. Neue Regeln könnten am Dienstag morgen in Kraft treten.