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Europa entdeckt die Langsamkeit


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Europa entdeckt die Langsamkeit

Reisen ist wieder zum Abenteuer geworden für das man Zeit benötigt. Flugzeuge verharren am Boden. Züge bewältigen den Ansturm der Reisewilligen nicht. Gestrandet an Verkehrsknotenpunkten bleibt die Hoffnung, doch noch irgendwie schadlos fortzukommen.

Manuela Tüscher sagt: “Wie haben eine Fahrkarte für dreihundert Euro gekauft. Sehr teuer. Wir hoffen, dass die Versicherung uns das Ticket bezahlt.”

In Madrid haben findige Reiseveranstalter Wege erschlossen, wie sie ihr Kunden nach Hause bekommen. Nein, nicht zu Fuß mit einen fröhlichen Lied auf den Lippen, sondern wie in seligen Jugendgruppenreisezeiten mit dem Bus.

Ein Fahrgast erzählt: “Nun kriegten wir den Anruf: Sie haben die Chance mit dem Bus wegzukommen. Jetzt. Heute. Nun sind wir morgen in Deutschland mt dem Bus. Dann lieber mit der Schnecke – also dem Bus – nach Deutschland, als mit dem Flieger der nicht fliegt. Und nun nehmen wir jetzt den Bus.”

Im US- Bundesstaat Virgina warten Reisende auf den Heimflug nach Europa. Wann das sein wird ist noch völlig unklar. Die Aschewolke hängt weiter über Europa, zieht nicht ab und der Vulkan spuckt weiter.

Colleen Bevan sagt am Flughafen: “Wir dachten, hier warten jetzt bestimmt Europäer. Wir haben zwei Zimmer frei. So sind wir hier, um den Menschen zu helfen. Ihnen einen Ort anzubieten an dem sie duschen oder bleiben können.”

Andere haben es nicht so kommod. Sie nächtigen auf Feldbetten im Flughafen.
Wie gesagt: Reisen ist wieder ein Abenteuer geworden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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